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Ihr benötigt:

  • Euer Projekt, hier ist es ein Kleid (natürlich ein Hertha’s Kleid)
  • Ein Gefäss! So groß das euer Projekt gut hinein passt, ohne viel Falten zuschlagen.
  • Stofffärbefarbe, die bekommt ihr in jeder Drogerie.
  • Gummihandschuhe
  • Essig zum fixieren der Farbe

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Die Ärmel meines Kleides habe ich ein wenig zur Seite gesteckt, denn sie sollen weiß bleiben.

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Ich beginne damit das Farbpulver in die Wanne zu schütten und dieses dann mit heißem Wasser aufzufüllen. Die Wanne ein wenig schwenken, damit sich das Pulver gut auflöst.

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Nun der erste wichtige Schritt!

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Um dem Farbverlauf einen fliesenden Anfang zu verleihen wird das Kleid / euer Projekt angefeuchtet. Und zwar nur so weit wie ihr die Farbe verteilen möchtet. Ich hoffe ihr könnt das auf dem Bild erkennen.

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Jetzt dippe ich das Kleid vorsichtig einmal tief in die Farblösung. Nicht tiefer als das Kleid bereits angefeuchtet ist. Die Farbe zieht sich nach oben in das feuchte Teil.

Das Kleid gleich aus dem Färbebad heraus nehmen und die Farbe aus dem oberen Teil spülen. Das bewirkt den hellen Start der oberen Färbung. Je mehr ihr hier spült, umso heller wird der Anfang der Färbung.

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Hier könnt ihr sehen wie die Farbe sich ins feuchte obere Teil des Kleides zieht.

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Nun das Kleid wieder ins Farbbad tunken und stufenweise herausziehen und wieder hinein senken.

Dabei bleibt die Saumkante immer im Farbbad. Die Färbung endet damit, das ihr das untere Teil eueres Projektes für mindestens fünf Minuten im Bad ruhen lasst.

Gut spülen, bis das Wasser klar ist. Ich arbeite während der ganzen Zeit mit dem Brausekopf in der Badewanne.

Nun das Kleid in Essig spülen um die farbe zu fixieren.

Im feuchten Zustand wirkt die Farbe sehr dunkel. Lasst euch davon nicht täuschen, ich war bei meinem ersten Kleid etwas von der Farbtiefe enttäuscht, also unbedingt viel Geduld haben.

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Je länger ihr das Projekt mit Farbe benetzt, umso intensiver wird der sogenannte Ombre-Effekt.

Falls ihr euch unsicher seid empfehle ich euch eine Probe zu färben. Um hundert Prozent sicher zu sein, habe erst einen Stoffstreifen gefärbt, dann ein altes T-Shirt und erst dann mein Kleid. Hier könnt ihr euch noch einmal mein, mit wenig Geduld, nicht ganz so gelungenes erstes Farbexperiment anschauen.

Solltet ihr sichtbare Nähte haben, bitte unbedingt Baumwollgarn benutzen, das nimmt die Farbe an!

Nun wünsche ich uns allen ein paar entspannte Sommertage, ohne Regen.

Bine_knorke

PS: selten habe ich länger an einem Tutorial formuliert und bin immer noch total unzufrieden. Es wohl Zeit für einen kleine Auszeit. Sorry, Mädels, aber noch länger warten lassen wollte ich euch auch nicht.

Verlinkung: Freutag

3 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Anna Tsanis
1. Juli 2016 22:10

Liebe Biene, deine Anleitung ist sehr gut verständlich und schön zu lesen! Vielen Dank fürs Teilen 🙂

Miriam "Mecki macht"
17. Juli 2016 22:12

Liebe Bine, eine kurze Frage zu deinem gut erklärten Tutorial: ich habe neulich ebenfalls mit Färbetechniken experimentiert, v.a. shibori, aber auch DipDye wie du hier…aber: stand bei der Farbpackung dabei, dass mit Essig fixiert werden muss oder ist das ein zusätzlicher Trick zum sicheren Fixieren? – bei meinem Fabrikat neulich stand nichts von Essig, aber ich habe die Gefärbten Stücke noch nicht oft gewaschen und insofern noch keinen Erfahrungswert zur Haltbarkeit der Farbe… LG Miriam “Mecki macht”

    Liebe Miriam,
    Essig benutze ich immer als “Verstärker” oder besser gesagt um wirklich sicher zu gehen das die Farbe im Stoff bleibt. Ist also nicht zwingend notwendig.

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